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FAQ

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Was bedeutet AER?

AER ist eine neue, von Galcon entwickelte Verfahrenstechnik zur Aufbereitung von aluminiumhaltigen und schwermetallbelasteten Beizlaugen, bei der Aluminium und die Schwermetalle als Wertstoff zurückgewonnen werden. Die Lauge bleibt dabei im Prozess erhalten.

AER
= Aluminium Etch Recycling


Die beim Beizen von Aluminium anfallende Altlauge wird prozessintegriert recycelt und Wertstoffe (Natronlauge, Schwermetalle und Aluminium) zurückgewonnen. Ein Entsorgen bzw. Teilerneuern der Beizbadlösung ist nicht mehr erforderlich.

Die AER-Anlage bringt folgende Kundennutzen:

 

  • sparsamer Einsatz von Ressourcen und Energie
  • geschlossene Kreisläufe
  • Senkung von Kosten
  • Minimierung von Abfällen
  • Verhindern von Umweltbelastungen
  • Verbessern der Arbeitsbedingungen

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Was bedeutet A2R?

A2R ist eine neue, von Galcon entwickelte Verfahrenstechnik zur Aufbereitung von Aluminiumhaltigen Säuren, bei der Aluminium als Wertstoff zurückgewonnen wird und die Säure im Prozess erhalten bleibt.

Das Verfahren wird bevorzugt zur Aufbereitung von Eloxalsäureelektrolyten eingesetzt. Es findet jedoch auch Anwendung in der Aufbereitung von sauren Aluminium-Glänzbädern.

A2R = Aluminium t(w)o Recyle

A2R = Alumium Anodising Recycling

A2R = Acid t(w)o Recover

A2R = Aluminium to Recover

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Welche Vorteile bringen Injektor- bzw. Venturidüsen bei der Badumwälzung?

Durch die Verwendung von Injektordüsen kann der Volumenstrom durch den Venturieffekt etwa um das 5fache erhöht  werden. Dadurch kann bei vorgegebener Badumwälzung mit Verwendung von Injektordüsen eine deutlich kleinere Pumpe verwendet werden. Dies reduziert die Investitions- und Energiekosten. Außerdem kann eine homogenere Umwälzung aufgrund der großen Reichweite von Injektordüsen erzielt werden.

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Was ist der Vorteil des A2R-Verfahrens von Galcon gegenüber der Retardation?

Die Retardation zur Aufbereitung von Eloxalsäure ermöglicht es den Aluminiumgehalt relativ konstant zu halten. Es wird jedoch gegenüber unseres A2R-Verfahrens keine Einsparung von (Schwefel-)säure erzielt und anstelle Wertstoff entsteht Abfall.

Mit unserer A2R-Anlage wird der (Schwefel)säureverbrauch auf ein Minimum reduziert. Die Entsorgung von Altsäure gehört mit unserer Anlagentechnik der Vergangenheit an. Dadurch, dass auch die sulfatbelasteten Spülbäder mit der A2R-Anlage aufbereitet werden, gehören zu hohe Sulfatwerte im Abwasser der  Vergangenheit an. Eine ggf. erforderliche Kalkmilchbehandlung entfällt somit komplett.

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Welche Vorteile bringt ein Niveauausgleichsystem für Beizbäder?

Beim Beizen von Aluminium entsteht Wasserstoff, der in Form von Gasblasen langsam nach oben steigt. Die Gasblasen verdrängen die Beizlösung, was dazu führt, dass der Badspiegel ansteigt. Der Anstieg des Badspiegels ist neben der Verdrängung der Beizlösung durch das Volumen der Ware selbst deshalb stark abhängig von der zu beizenden Oberfläche.

Wir haben ein spezielles System zum Niveauausgleich entwickelt, welches den Anstieg des Badspiegels während des Beizens intelligent ausgleicht. Ein Überlaufen der Beizbäder gehört damit der Vergangenheit an.

Mit unserem Ausgleichssystem können Sie auch mehrere Beizbäder sinnvoll miteinander verbinden, was weitere Vorteile bringt und den Aufwand zur Badführung minimiert.

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Was beeinflusst den Oberflächenfinish beim Beizen von Aluminium?

Die Beizparameter

  • Temperatur
  • Zeit
  • Aluminiumkonzentration
  • Natronlaugekonzentration
  • Störstoffkonzentrationen (Schwermetalle)
  • Legierung und Festigkeit des Werkstücks

beeinflussen die Beizgeschwindigkeit und das Beizbild. Die Zugabe von Komplexbildnern ermöglicht es hohe Konzentrationen im Aluminiumgehalt zu fahren und die Lösung zu stabilisieren.

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Warum stören Schwermetalle in Aluminiumbeizen?

Die Aluminiumwerkstücke bestehen üblicherweise aus Aluminiumlegierungen. Beim Beizen wird deshalb nicht nur Aluminium gelöst, sondern auch die Legierungsbestandteile. Dies sind z.B. Kupfer, Zink, Blei und Chrom. Insbesondere das Zink wirkt sich sehr negativ auf den Beizprozess aus. Da das Zink sehr "unedel" ist, scheidet es sich an den Korngrenzen ab. Dies gibt ein unerwünschtes Erscheinungsbild der Oberfläche. Man bezeichnet dies aufgrund des Aussehens auch als sogenannte "Zinkblumen". Durch Vorhandensein von Fällmitteln (wie  z.B. Sulfiden) werden die Schwermetalle gebunden. Die schwerlöslichen Schwermetallverbindungen fallen dann im Bad als Schlamm aus. Das Vorhandensein des Schlammes wirkt sich wieder negativ auf das Ablaufverhalten und somit auf die Spülbarkeit der Aluminiumwerkstücke aus. Außderdem haben die schwerlöslichen Schwermetallverbindungen negativen Einfluss auf das Stabilitätsverhalten der Aluminium-Beizlösung.

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Was versteht man unter Stoffstrommanagement?

Stoffstrommanagement beinhaltet eine vertiefte Analyse von Material- u. Energieströmen, die bei der Herstellung von Produkten entstehen. Anhand dieser Ergebnisse erarbeiten wir für Sie eine gezielte Optimierung.

Stoffstrommanagement leistet einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit. Es ist ein wichtiger Ansatz zur Verbindung von Ökonomie und Ökologie.

Durch Stoffstrommanagement kann der Ressourcenverbrauch auf ein Minimum reduziert werden. Das entlastet nicht  nur die Umwelt, sondern minimiert gleichzeitig die Produktionskosten deutlich.

Stoffstrommanagement - die wichtigsten Vorteile:

  • Steigerung der Profitabilität
  • Schonung der Umwelt
  • Steigerung der Wertschöpfung
  • Minimierung der Produktionskosten
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

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Ist genügend Aluminium auf der Erde vorhanden?

Aluminium ist nach Sauerstoff und Silizium das dritthäufigste Element der Erdkruste. Unter den Metallen nimmt Aluminium damit einen Spitzenplatz ein. Aluminium, mit einem Anteil von ca. 8% in der Erdkruste, verfügt damit über die größten Ressourcen.  Außerdem ist Aluminium zu 100% recyclierbar. Der Energieaufwand von recycliertem Aluminium beträgt im Vergleich zur Herstellung von Primäraluminiumum nur 5%.

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Wie hoch ist der Säureverbrauch mit Betrieb der A2R-Anlage gegenüber Retardation?

Mit der Retardation ist der Säureverbrauch im Vergleich zur Konzentratentsorgung nahezu identisch, eine Aufkonzentrierung von Aluminium findet praktisch nicht statt.

Die Aussage, dass 90% Säurerückgewinnung mittels Retardation erzielt werden kann, ist nicht korrekt, weil der überwiegende Säureverbrauch durch Verschleppung entsteht. Außerdem entsteht bei Regenierung der Säulen eine Volumenzunahme bzw. Verdünnung durch das Wasser

Retardation ist eine nicht mehr zeitgemäße, veraltete Technik zur Regenierung von Eloxalsäureelektrolyten.

Mit der A2R-Basis reduziert sich durch die Aufkonzentrierung des Aluminiums der Säureverbrauch um 90%. Die Einsparung von Säure ist hier ganzheitlich zu sehen, d.h. unter Einbezug der ausgeschleppten Säure in die Spülbäder. Es geht keinerlei Säure mehr über die Spülbäder bzw. das Abwasser verloren.

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Erfolgt beim Eloxieren ein Schichtaufbau?

Beim Eloxieren wird das Grundmaterial in eine Oxidschicht umgewandelt.

Dabei werden

  • beim Harteloxal 50%
  • beim normalen GS-Verfahren 1/3


Schicht aufgebaut.

Da durch die Vorbehandlung während des Beizprozesses Material abgetragen wird, findet beim GS-Verfahren eine unwesentliche Maßänderung statt. Bei Erneuerung der Eloxalschicht geht durch das Entfernen der Oxidschicht viel Material verloren. Bei sehr maßhaltigen Teilen ist eine Nacharbeit deshalb oft nicht möglich.